Publisher mit Paywall hatten bisher ein großes Problem: Die Inhalte sollten für Nicht-Abonnenten versteckt, für Google aber dennoch vollständig zugänglich sein. Wenn Google nur die Inhalte außerhalb der Bezahlschranke sieht, verlieren die Seiten an Reichweite, weil große Teile des Webcontents nicht indexiert werden. Doch nun soll es möglich sein, auch Inhalte hinter einer Paywall von Google crawlen zu lassen.

Google Cloaking für Publisher mit Paywall

Definition: Was ist Cloaking?

Mit Cloaking (engl. to cloak = verhüllen) wird die Technik bezeichnet, die Besuchern und Crawlern einer Suchmaschine unterschiedliche Webinhalte anzeigt.

Webmaster stellen der Suchmaschine beispielsweise weitere Keywords und Inhalte zur Verfügung, die der normale Webseitenbesucher nicht sehen kann. Für den Besucher ist dieser Webcontent also versteckt.

Verstößt Cloaking gegen die Google Richtlinien?

Google schreibt, dass Cloaking gegen die Richtlinien für Webmaster verstößt. Doch viele Publisher können sich nur durch Abonnements und mit einer Bezahlschranke finanzieren. Die Inhalte frei zugänglich zu machen, um bei Google besser gelistet zu werden, ist keine Alternative.

In der Folge werden von Google nur Inhalte registriert, die frei zugänglich sind. Viele Artikel und Produktionen existieren laut Suchmaschine also nicht und können im Internet nicht gefunden werden. Google hatte den Publishern deshalb eine First Click Free-Initiative vorgeschlagen.

Der erste Klick auf die Webseite ist also kostenlos – für User und Google. Dadurch kann die Suchmaschine alle Inhalte erfassen und listen. Problem bei der Initiative: Gelangen User über Google direkt zum vorgeschlagenen Artikel, kann dieser auch ohne Abo kostenlos gelesen werden.

Google kommt den Publishern entgegen

Durch den ersten freien Klick wurden viel weniger Abonnements abgeschlossen und die Notwendigkeit ging verloren, für einen Artikel zu bezahlen. Die finanzielle Basis für die weitere Arbeit ging in der Folge für die Publisher verloren und immer mehr verließen die Initiative mit drastischen Folgen.

Wie das Wall Street Journal schrieb, gab es einen Trafficrückgang von 38 Prozent. Publisher, die nicht mehr an der Initiative teilnahmen, mussten also erhebliche Nachteile hinnehmen. Über Google News ging der Traffic sogar um 89 Prozent zurück. Doch Google will nun einlenken und eine Indexierung von Webinhalten hinter Paywalls ermöglichen.

Wann und was will Google bei Paywalls verändern?

Noch ist nicht klar, wann Google seine Anpassungen durchführen will. Die First Click Free-Initiative soll allerdings beendet werden. Publisher sollen zukünftig wieder frei entscheiden können, wie User Zugriff auf die Inhalte haben. Webcontent hinter Paywalls soll dann trotzdem indexiert werden, um einen Trafficverlust zu verhindern.

Google kommt den Publishern somit entgegen und lockert seine Richtlinien bezüglich der Cloaking Methode. Webinhalte können dann doch differenziert für Suchmaschinen und Webseitenbesucher dargestellt werden.

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Google erlaubt Cloaking für Publisher ohne Rankingverluste
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